Bibliothek Roosendaal

, 30 Jan 2017

Eine Wohnungsbaugesellschaft in Roosendaal besaß ein Gebäude mit rund 4.000 Quadratmetern Fläche und verschiedenen Nutzerparteien. Die Bibliothek war der Hauptmieter und nutzte rund die Hälfte der Fläche. Dennoch gab es immer noch eine große Menge an freien Flächen – bereit, zu neuem Leben erweckt zu werden.

The new Roosendaal

Freie Flächen, aber keine freie Minute

Das große Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft heißt Parrotia und wies einen Freistand von 2.000 Quadratmetern bzw. 50% der Fläche auf. Die Gesellschaft, die gegründet wurde, um den weniger Privilegierten erschwinglichen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, machte dadurch Verluste, und der Raum blieb ungenutzt. Aat wurde beauftragt, bei der Suche nach einer Lösung zu helfen. Wir begannen eine Brainstorming-Sitzung mit den Vorstandsmitgliedern des Vereins, dem Direktor der Bibliothek und ihren sehr hilfsbereiten Mitarbeitern. Es gab ein Gefühl der Dringlichkeit, den Raum mit etwas Positivem zu füllen; ein urbanes Wohnzimmer als sozialer Zement.

Ein urbanes Wohnzimmer als sozialer Zement.

Aat Vos Aat Vos Creative Guide

Roosendaal benötigte ein städtisches Wohnzimmer, in dem verschiedene kulturelle Einrichtungen in einem einzigen Gebäude untergebracht werden konnten. Wir sprachen mit 12-14 anderen Organisationen und animierten sie, sich unseren Bemühungen anzuschließen, um ihrer Kommune zu helfen, lebendig zu bleiben und diesen Raum nicht ungenutzt zu lassen. Die Begeisterung für das Projekt und die Energie vor Ort waren regelrecht ansteckend. Zu den Unterstützern gehörten ein Architekturbüro, eine Seniorenpflegeorganisation, ein Kunstverleih, die Bibliothek, eine Kaffeefirma, zwei Clubs für ältere Menschen vor Ort und sogar die Lokalzeitung. Als nächstes brauchte dieses Konzept einen Fokus und eine Identität. Als Konzeptentwickler und Art Direction Guide half Aat den Roosendaalern bei der Entwicklung ihrer eigenen Marke.

Kreatives Management und Repräsentation der Stadt Roosendaal

Wir kamen zu dem Schluss, dass wir einen dynamischen Ort schaffen müssten, der unerwartete Begegnungen in einer inspirierenden und sicheren Atmosphäre ermöglicht. Es sollte ein Kaffeehaus, diverse Aktivitäten und Storytelling angeboten werden. Die Räume sollten offen und transparent sein, jedoch nicht steril. Gleichberechtigung stand im Mittelpunkt, ermöglicht durch finanzielle und physische Zugänglichkeit für alle. Parrotia würde die Menschen allein deshalb zum Besuch motivieren, weil es sie inspirieren und bereichern würde. Das Gebäude sollte persönlich, zugänglich, sicher, kreativ und authentisch sein; ein Wohnzimmer, das das Nutzererlebnis aller bereichern würde.

Aat Vos hat die Ziele des Gebäudes in einer Kurzdarstellung zusammengefasst, um den passenden Markendesigner und den perfekten Innenarchitekten für das Projekt zu finden. In der Zwischenzeit blieb er an Bord, um hier und da einige Roadmaps zu erstellen, und stellte sicher, dass alle Parteien ihre Aufmerksamkeit auf das gleiche Ziel am Horizont gerichtet hatten wie Aat selbst, als Hüter des Projektkonzepts. Parrotia sollte typisch für Roosendaal sein – seine Gäste auf eine herzliche Weise begrüßen, jeden so akzeptieren, wie er ist, und mehr geben als nehmen. Ein einst leerer Raum war nun mit einer ausgewogenen Mischung aus Leben und Werten gefüllt, was Roosendaals Parrotia zu einem neuen Zuhause fernab von zu Hause machte.