HUB Kerkrade

15 Mai 2018

Wie können eine Bibliothek, ein Theater und andere kulturelle Partnerorganisationen erfolgreich unter einem Dach zusammenleben? Erstens durch den Abriss trennender Wände und zweitens durch die Kombination von Architektur für den öffentlichen Raum und dem Konzept des Programmatischen Designs. Das Ergebnis heißt Hub Kerkrade: es ist nicht nur ein Zentrum für Medienressourcen, sondern bildet ein ganzes Ökosystem an Wissen, Information, Bildung und Unterhaltung.

Kerkrade ist eine Stadt in der südlichsten Provinz der Niederlande, nahe der deutschen Grenze. Der Hub Kerkrade, der sich in einem ehemaligen Einkaufszentrum befindet, verfügt über nicht weniger als 5.000 m2 Fläche, die von einem Theater, der Bibliothek, verschiedenen Kulturpartnern und der nahe gelegenen Musikschule Kerkrade genutzt werden. Dieser Standort ist nun zentraler Bestandteil einer revitalisierten Innenstadt. Das Design des Hub ist eine neue Co-Kreation des international tätigen Creative Guide und Architekten Aat Vos (Designkonzept, Strategie, Kreativkonzept) und Mars Interior Designers (Design, Technische Umsetzung).

Intimität und Verbundenheit dank Büchern

Bücher, Nischen, Ecken und die Möbel sorgen für Weite und Intimität in der robusten Betonstruktur des großen Gebäudes. Die Bibliothek wurde buchstäblich und sinnbildlich durch das Gebäude „gewoben“. Vom Eingang hin zur Kinderecke sind die verschiedenen Räume durch ein langes Bücherregal miteinander verbunden. In diese gewundene Bücherschrankwand wurden verschiedene Funktionen wie Sitz- und Lesebereiche, Computeranlagen, Informationsschalter, digitale Bildschirme und Spielorte für Kinder integriert. Der Bücherschrank variiert in seiner Tiefe und verleiht dem Gebäude interessante Linien und besondere Perspektiven. Leseecken und mit Stoff überzogene Nischen dienen als gemütliche Rückzugsmöglichkeiten und betonen die Intimität des Gebäudes zusätzlich. Außerdem gibt es praktische Versammlungsorte für kleinere Gruppen wie die Kursinsel im Seitenflügel des Gebäudes; die Insel ist mit modernen Präsentationsmöglichkeiten ausgestattet und kann durch einen Vorhang komplett abgeschirmt werden.

Eine Anspielung auf die Vergangenheit

Wie im übrigen Gebäude können Sie in den Bibliotheksbereichen subtile Hinweise auf die Kohlebergbau-Geschichte der Region finden. Es gibt zum Beispiel einen abgedunkelten Bereich mit einer abgehängten Decke, der von schwarzen, hölzernen MDF-Bücherschränken mit verstellbaren Blaustahlböden umgeben ist. Extra angefertigte Kohlebergbaubühnen dienen als Lesekabinen und ein alter Hanomag-LKW eignet sich hervorragend als Empfangsbereich für Gruppen. Der Hanomag steht im zentral gelegenen Makerspace; dieses Experimentierlabor ist mit einer großzügigen Gemeinschaftsküche ausgestattet, in der unter anderem Kochkurse stattfinden.

Specials für die Kleinen

Die Kinderecke im Gebäude hat durch ihre leuchtenden Farben und markanten Extras einen unverwechselbaren Charakter. Auf einem großen runden Teppich mit bequemer Couch und Sitzen befindet sich die sogenannte „Book Starter Corner“ für die Kleinen. Weitere Blickfänge in der Kinderecke sind die große Bühne mit Rampe, Böden im Holzlook, Kisten voller Bilderbücher und natürlich die rosa Kletterburg. Der Kletterhase, ein riesiges Plüschtier von nicht weniger als 6,5 Metern Länge macht den Bereich zum zentralen Anlaufpunkt für die jüngste Zielgruppe des HUB.

Von regionaler Relevanz

“Hub Kerkrade ist ein typisches Beispiel für die Kombination mehrerer öffentlicher Programme – eine Herausforderung, die sich mehr als lohnt, wenn das Ergebnis eine solch einzigartige Synergie ist. Meine Kernaufgabe ist es, den öffentlichen Raum als Dritten Ort bekannt zu machen: Neben dem Ersten (zu Hause) und dem Zweiten Ort (Arbeit / Schule) ist der ideale Dritte Ort ein Ort, an dem sich jeder, unabhängig von Alter, Herkunft oder Status, zu Hause fühlt. Ein Ort, der keine finanziellen Mittel erfordert, um genutzt zu werden, ist einladend, zugänglich und für die lokale Umgebung relevant – ein Ort, an dem man sich treffen, sich austauschen und miteinander lernen, sich aber auch inspirieren lassen, Spaß haben und sich überraschen lassen kann. Der Hub ist ein Paradebeispiel für einen solchen Ort – ein urbanes Wohnzimmer von und für die Bewohner von Kerkrade. Die Bewohner werden sich aktiv an der Planung des öffentlichen Programms beteiligen und es gemeinsam gestalten können, sobald die Bibliothek fertig ist – entweder auf einem speziellen Diskussionspodium, in einem neuen, extra dafür eingerichteten Saal oder wo immer es ihnen beliebt”, erklärt Aat Vos.

Projektdetails Hub Kerkrade

Kunde: Gemeinde Kerkrade
Hub Kerkrade ist eine Co-Kreation von Aat Vos (Designkonzept, Strategie, Kreativkonzept – aatvos.com) und Mars Innenarchitekten (Design, Engineering – marsinterieur.nl), in Zusammenarbeit mit Stonepark InteriorBuilders (specials – stonepark.nl), Keijsers Interior (custom interior- keijsersinteriors.com), Homij Installations (Technische Installationen – homij.nl). Das Unternehmen Door Communicatie en Vorm hat sich für die Gemeinde Kerkrade sowohl um das Branding als auch um die Positionierung gekümmert (doortedoen.nl).

Fotografie: Marco Heyda und Jan de Vries

PRESS KIT: HUB Kerkrade

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