Vollständig Digital: Unser Online-Workshop

Library Design, Third Places 28 Apr 2021

Einige dauern einen Tag, andere eine ganze Woche: In unseren Design-Workshops stürzen wir uns mit unserer Kundschaft in intensive Reflexions- und Gestaltungsprozesse – bis die Köpfe rauchen! Lesen Sie hier, wie wir seit März 2020 inspirierende virtuelle Umgebungen für unsere Design-Workshops kreieren.

Vom WARUM über das WIE zum WAS

Der digitale aatvos-Workshop hält dank einer klugen Verlagerung in den virtuellen Raum das gleiche Versprechen wie sein analoger Vorläufer: Mitarbeitenden, Community-Mitgliedern und anderen Beteiligten einen Raum zu bieten, um Gedanken und Wünsche für einen neuen Dritten Ort zu teilen. So entsteht eine Vision, die sich im Anschluss in ersten Architektur- und Designentwürfen manifestiert. Während des Workshops definieren wir gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden ihre Ziele, analysieren die Bedürfnisse ihres Publikums und formulieren das Versprechen, das der neue Dritte Ort in seinem gesellschaftlichen Umfeld halten soll. All dies – einschließlich der Ergebnisse eingehender Befragungen der Nutzerinnen und Nutzer im Vorfeld des Workshops – bildet die Grundlage. Das aatvos-Team denkt diese zu räumlichen Layouts, typologischen und quantifizierbaren Grundrissen und entsprechenden Themendesigns unter Einbezug von Atmosphäre, Materialien, Farben, Möbeln und Beleuchtung weiter. In unserem Jargon ausgedrückt: Wir arbeiten uns Schritt für Schritt vor, vom WARUM über das WIE bis zum WAS.

Innerhalb weniger Wochen konnten wir mit einer komplett digitalen Ausgabe unseres Design-Workshops an den Start gehen.

Pepijn Vos Pepijn Vos Operational Director bei aatvos

Präzise Anleitung vor und während des Workshops

„Die Tatsache, dass wir bereits als digitales Team gearbeitet haben, hat uns die Umstellung natürlich enorm erleichtert. Aber wir mussten trotzdem schnell und entschlossen handeln, um uns auf die neue Situation einzustellen“, erinnert sich Pepijn Vos, Operational Director bei aatvos. „Innerhalb weniger Wochen waren wir soweit und konnten mit einer komplett digitalen Ausgabe unseres Design-Workshops an den Start gehen. Einerseits war es uns wichtig, den offenen und intuitiven Interaktionsfluss, so wie wir ihn aus der realen Welt gewohnt sind, zu ermöglichen. Eine weitere große Herausforderung bestand darin, physische Elemente wie die aatvos-Kartenspiele in das digitale Äquivalent des Workshops zu übertragen.“

Der Einsatz modernster digitaler Werkzeuge ermöglicht tiefgreifende Diskussionsrunden und Analysen und schafft vielfältigste spannende Interaktionen. Allerdings erforderte die Umstellung auf ein Remote-Setting nicht nur auf unserer Seite eine gewisse Vorbereitungszeit, aber auch auf Seiten der Kundschaft kamen Fragen auf. „Als ich hörte, dass der Workshop komplett virtuell abgehalten werden würde, war ich neugierig, wie sich das entwickelt“, erzählt eine Kundin. „Generell sind wir ein technikaffines Team, aber einige Teammitglieder befürchteten, dass ihnen für die Bedienung der neuen Tools die nötige Routine fehlt. Die ausführliche, technische Einweisung vor und während des Workshops durch das aatvos-Team hat allen Beteiligten dabei geholfen, die anfängliche Scheu zu überwinden.“

Von Live-Abstimmungen zu Live-Skizzen

Anstelle traditioneller Flipcharts verwenden die Workshop-Teilnehmenden nun ihre eigenen Smartphones, um Fragen zu beantworten und persönliche Meinungen zu äußern. Die Antworten werden unmittelbar in der digitalen Umgebung sichtbar – so geht keine Idee verloren. Das Spielen der aatvos-Kartenspiele hilft, die wesentlichsten Vorstellungen zu dem neuen Ort zu definieren: Die Spielerinnen und Spieler platzieren eine beliebige Auswahl von Themenkarten auf digitale Kartentische, um ihre favorisierten „need to haves“, „nice to haves“, „Typologien“, „Atmosphären“ und sogar „Kooperationen und Partnerschaften“ zu bestimmen. Währenddessen wird die Audio- und Videoverbindung konstant aufrechterhalten – so fühlt es sich an, als wären alle in einem Raum. „Nach einigen wertvollen Diskussionsrunden begann das aatvos-Team auf iPads live zu skizzieren. Mir fiel auf, wie es auf einmal ganz still im Zoom-Konferenzraum wurde.“, erinnert sich ein anderer Kunde. „Es war erstaunlich mitzuerleben, wie sich unsere Visionen in greifbare, intuitiv nachvollziehbare Bilder verwandelten.“

Die Vorzüge der idealen Notlösung

Indem wir mehr als dreizehn Remote-Workshops in den letzten zwölf Monaten organisierten, konnten wir Verzögerungen bei unseren Projekten vermeiden. Trotz der räumlichen Entfernung und des vermeintlich unpersönlicheren Charakters bringt eine virtuelle Umgebung auch Vorteile mit sich. „Die Atmosphäre in den digitalen Workshops ist tendenziell sehr fokussiert“, beschreibt Interior Architect Hélène IJsselstijn ihren Eindruck. „Wir haben eine virtuelle Umgebung geschaffen, die selbst die zurückhaltenderen Teammitglieder ermutigt, ihre Meinung zu äußern und sich in die Diskussionen einzubringen.“ Das Einbeziehen der Gedanken und Wünsche aller Beteiligten sorgt für reichere kreative Prozesse und erhöht so die Chancen auf neue und unerwartete Ergebnisse. Darüber hinaus ist das Arbeiten aus der Ferne auch ökologisch sinnvoller und spart Reisezeit und -kosten – alles in allem viele gute Gründe, die dafür sprechen, unsere digitalen Workshops auch in Zukunft als Alternative zu den physischen Ausgaben anzubieten.

Wir haben eine virtuelle Umgebung geschaffen, die selbst die zurückhaltenderen Teammitglieder ermutigt, ihre Meinung zu äußern.

Hélène IJsselstijn Hélène IJsselstijn Interior Architect bei aatvos

„Der digitale Workshop ist eine tolle Alternative“, zieht Creative Director Aat Vos Resümee. „Obwohl wir neue innovative Methoden entdeckt haben, die auch für die physische Version des Workshops eine Bereicherung sein werden, bleibt der digitale Workshop nur die zweitbeste Option. Das liegt an unserem Grundverständnis, dass im persönlichen Gespräch das größte kreative Potential liegt – besonders, wenn es darum geht, inklusive Orte zu gestalten, an denen sich alle willkommen fühlen.“

Sie sind daran interessiert, mehr über unseren Remote-Workshop zu erfahren oder möchten Sie selbst einen Workshop durchführen? Kontaktieren Sie uns gern per E-Mail.